Hörgeräte direkt über den HNO-Arzt

 

Seit einigen Jahren gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherungdie Möglichkeit, Hörgeräte auch direkt  über den HNO-Arzt im sog. verkürzten Versorgungsweg zu erhalten.  

Diese Versorgungsform wird zunehmend von den gesetzlichen Krankenkassen unterstützt. Allerdings beteiligen sich nicht alle HNO-Ärzte an diesem Verfahren. Fragen Sie daher Ihre Krankenkasse nach den Einzelheiten zu diesem Versorgungsweg und, ob und unter welchen Voraussetzungen Ihnen dieser  Versorgungsweg offensteht.


Aktuell bestehen Versorgungsverträge mit den folgenden Krankenkasse:


AOK Niedersachsen, AOK Sachsen-Anhalt, DAK


Sie haben ein Hörproblem? Da sind Sie nicht alleine!

 

Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Hörminderung. Allerdings tragen nicht einmal 2,5 Millionen ein Hörgerät - das Hörgerät ist also nicht sehr populär. Es gilt immer noch als ein Attribut des Alters. Wie schade, denn mit Hörgeräten gewinnen Sie Lebensqualität zurück. Hören ist wie das Sehen ein äußerst wichtiger Sinn. Kaum jemand würde zögern, sich eine Brille anpassen zu lassen, oder? Also gehen Sie den ersten Schritt und machen Sie einen Hörtest bei Ihrem HNO-Facharzt. Das geht schnell, tut nicht weh und verpflichtet zu nichts.

          

Hörminderungen kommen schleichend. Deshalb bleiben sie häufig unbemerkt. 

Ihr Gehirn entwickelt Strategien, die Hörminderung zumindest teilweise zu kompensieren: Sie drehen das “gute” Ohr zum Sprecher, Sie halten die Hand hinters Ohr, Sie fragen öfter nach, Sie drehen den Fernseher lauter. In der Tat ist es meist die Umwelt, die Ihre Hörminderung wahrnimmt. Oftmals fühlt sie sich genervt.      

Warum wir schlecht hören

          

Wir altern. Die Hörminderung im Alter ist ein ganz normaler Vorgang. Nahezu 40% unserer Sinneszellen für das Hören sind abgestorben oder geschwächt, wenn wir das 65. Lebensjahr erreichen. Die Gründe sind vielfältig. Man braucht sich also einer Hörminderung nicht zu schämen, sie ist "normal".

          

Lärmschäden: Unsere Gesellschaft ist zunehmend lärmbelastet. Hinzu kommen die Lärmschäden, die wir uns selbst antun. Dies gilt besonders für die Jugend, die mit MP3 Player, Disco etc. "Lärmschulden" eingeht, die nicht selten allzu früh mit einer Hörminderung und sogar mit Tinnitus bezahlt werden.

 

Vorraussetzung für eine erfolgreiche Hörgeräteanpassung ist eine ausführliche Diagnostik beim HNO-Facharzt . Nur dieser kann den Ort und die Art der Schwerhörigkeit bestimmen . In vielen Fällen kann z.B. durch eine Operation das Hören verbessert werden. Ein Hörgerät ist dann nicht mehr erforderlich.

 

 

 

Leitfaden Hörgeräteversorgung
Leitfaden Hörgeräteversorgung

 

 

 

 

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